Bücher

1975

“1975 – Im Jahr der Weiber”

1

Kurt Appaz’ Roman war für mich eine der besten Urlaubslektüren, die ich je vor der Nase hatte – So viel schonmal vorweg!

“1975 – Im Jahr der Weiber” berichtet vom Sommer 1975, in dem sich die Schulkollegen Ratte, Appaz, Kerschkamp, Lepcke, die allesamt gerade frisch durchs Abitur gefallen waren, und der Ami mit einem alten VW-Bus auf den Weg nach Frankreich machen. “Heavy Tour” nennen sie dieses Unterfangen. Auf dem Weg durch ganz Frankreich lernen sie jede Menge interessante Menschen kennen.

Die Geschichte handelt hauptsächlich von “Musik, Haschisch und Mädchen”, wie schon der Einband verrät und entführt in die wilde Zeit der 70er Jahre, die mir als jüngerer Leserin nahezu irreal und unvorstellbar erscheint. Für meine Eltern wäre diese Lektüre sicher eher eine Art nostalgischer Rückblick auf die Zeit von freier Liebe und freiem Leben, für mich ist sie jedoch eine Art schöner, fernliegender Traum.

Wie auch immer. Fakt ist jedenfalls, dass ich auf dem Weg nach Biarritz (Südfrankreich; wie passend) dieses Buch schon zu über der Hälfte verschlungen hatte und es abends kaum aus der Hand legen mochte, was für tiefe Augenringe am nächsten Morgen sorgte. ;)

Zu empfehlen ist es also sehr!

Weitere Informationen findet ihr bei Amazon!

Liebste Grüße,

Merle :)

005

„The Tokyo Diaries“ – David Schumann

0

Ein echter „Kölner Jung“ als Japanologiestudent in Tokyo – Durch Zufall wird Punkrocker David ein gefragtes Model und hat auch sonst eine Menge zu berichten.

Da wären die unfreiwillige Enthaltsamkeit, die ihm das Leben erschwert, erhöhter Alkoholkonsum sowie das ganz einfach verrückte Leben eines Fremden in Japans Hauptstadt.

David beschreibt im Tagebuchstil seine Erlebnisse während eines (verlängerten) Auslandssemesters in der Metropole. Dies ermöglicht sehr interessante Einblicke in seinen zugegebenermaßen sehr eigenwilligen Lebensstil und nach und nach lernt man den Menschen hinter den Zeilen immer besser kennen.

Er berichtet aber auch, und das könnte vielleicht wirklich interessant sein für euch Musikliebhaber, sehr detailliert über seine Lieblingsbands und Konzerterfahrungen und liefert im Anhang des Buches sogar gleich eine Art „Mixtape“ mit den Myspaceadressen seiner Favoriten mit.

Woran sich die Geister allerdings scheiden könnten, das ist der teils wirklich derbe Sprachstil Schumanns.

Alles in allem handelt es sich aber um ein wunderbar witziges und unterhaltsames Buch, das Einblicke in das Leben eines faszinierenden Individuums liefert und ich kann es ohne Bedenken weiterempfehlen.

Liebe Grüße,

Merle

Indie Travel Guide City Berlin

Indie Travel Guide City Berlin

0

Indie Travel Guide City Berlin„Go Berlin! Go Indie Travelling!“ heißt der Leitspruch des außergewöhnlichen Reiseführers „Indie Travel Guide City Berlin“.

Will man eine ganz besondere Zeit in Deutschlands Hauptstadt verbringen, die einem einen Blick auf die Seiten der Metropole gewährt, die sich abseits des Mainstream und abseits vom typischen „Touriprogramm“ befinden, dann ist man mit diesem handlichen Buch bestens beraten.

Das Besondere: Nicht irgendwer zeigt seine Hotspots, berichtet von seinen ganz persönlichen Lieblingskneipen, Platten- oder Klamottenläden, nein, es sind namenhafte Künstler aus der „Indieabteilung“. Darunter befinden sich beispielsweise Bandmitglieder von Madsen, Tomte, Bonaparte und Radiopilot.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dieser Reiseführer einem wirklich unvergessliche Momente beschert und dass es riesig Spaß macht, einen “ultracoolen” Schuhladen für sich zu entdecken oder einfach an einem ruhigen Plätzchen mitten im verwucherten Park zu sitzen, das empfohlen wurde von einem der Menschen, denen man sich immer schon mal nahe fühlen wollte. Das gelingt tatsächlich und, wer weiß, vielleicht trifft man ja sogar den einen oder anderen an seinem ganz persönlichen Lieblingsort!

Einen kleinen Abstrich gibt es aber doch für undetaillierten Karten, in denen manche Straßen gar nicht beschriftet sind. So stellt es sich manchmal als gar nicht so einfach dar, einige Plätze zu finden. Dieser Fakt macht einen richtigen Stadtplan unabdingbar.

Trotzdem ist der „Indie Travel Guide“ ein absolutes Muss für jeden Berlinurlauber, der einen ganz individuellen Urlaub verbringen möchte.

Merle

Amazon

nach oben